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"Sycee".
Chinesischer Silberbarren, um 1910, in charakteristischer Form gegossen.
Gewicht von 50 Tael (1859 g).
Auf der Fläche vier Stempel: Xuan Tong  Bao An
(Xuan Tong = nien-hao, d. h. Regierungstitel des Kaisers Pu Yi, des letzten Kaisers von China, 1909-1911, Bao an = Name des ausgebenden Bankhauses).

Das chinesische Münzsystem basierte bis zur Errichtung der Republik 1912 nicht, wie unseres, auf Edelmetall, sondern auf gegossenen Bronzemünzen mit quadratischem Loch in der Mitte. Im Handel verwendete man auch spanisch-amerikanische Pesos und andere Silbermünzen.
Große Zahlungen wurden mit Sycees ausgeführt, die zu 50 Tael sind die größten. Das Gewicht war nicht eingestempelt, man wog die Barren aus, wenn sie zum Bezahlen verwendet wurden. Es gab kein einheitliches Gewichtssystem in China, meist wurde jedoch das Tael zu ca. 37 g gerechnet.
Geprägte Silbermünzen kamen erst seit Anfang des 20. Jh. in größeren Mengen in Umlauf.
Das Wort Sycee, ausgesprochen "sait-si", ist eine westliche Verballhornung des chinesischen hsi-szu ("feine Seide") oder hsi yin ("feines Silber"). Manchmal werden diese Barren wegen ihrer Form auch Schuhgeld, Seidenschuh oder Bootsgeld genannt.

In der Begleitbroschüre zur "Fenster"- Ausstellung 163 finden sich weitere Informationen und Abbildungen zu Sycees (Download als PDF-Datei, 689 KB).
Mehr über das chinesische Münzwesen bei "Rund ums Geld - Traditionelles Geld - China".

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