Die Kelten verwendeten in der vorrömischen Latènzeit, d.h. im letzten Jh. v. Chr., schwere vierkantige Eisenbarren, die in zwei Spitzen ausliefen, als Handelsware und vermutlich auch als Geld.
Funde in römischen Kastellen von Vindonissa, Schweiz, Kaiseraugst etc. belegen den Gebrauch bis in frührömische Zeiten.
Caesar hat auf seinem germanischen Feldzug Barrengelder kennengelernt, in seinem "Bellum Gallicum" (5. Buch, zweite Britannische Expedition, 12. Kapitel) wird die Verwendung in England sowie das Vorkommen von Metallen erwähnt: "Als Münzen gebrauchen sie [in England] teils Kupfer- teils Goldmünzen, teils aber auch eiserne Barren, die auf ein bestimmtes Gewicht hin nachgeprüft worden sind. Mehr in der Mitte des Landes gibt es dort auch Zinn, an der Küste findet sich Eisen, aber nur in geringer Menge; das Kupfer ist eingeführt." [Utuntur aut aere aut nummo aureo aut taleis ferreis ad certum pondus examinatis pro nummo. Nascitur ibi plumbum album in mediterraneis regionibus, in maritimis ferrum, sed eius exigua est capia; aere utuntur importato.]
Ob es sich dabei um Barren in der abgebildeten Form handelt oder um Geldbarren in Form eiserner Schwerter, die nicht zum Gebrauch geeignet waren und die ebenfalls in England in großen Mengen gefunden wurden, geht aus dem Text, von dem angenommen wird, dass er Caesars Bericht erst später beigefügt wurde, nicht hervor.