Obwohl in weiten Gebieten Europas längst Münzgeld eingeführt war, bezahlte man in Mähren und der angrenzenden Slowakei im 11. Jh. n. Chr. mit merkwürdigen Eisenblechen, deren Form sich auf einen Axtkopf zurückführen lässt. Deutlich zu erkennen ist das Loch, das bei einer richtigen Axt den Stiel aufnehmen sollte.
Diese "Großmährischen Axtbarren" bilden das älteste Zahlungsmittel im Binnenhandel der Slawen. Sie kommen in großen Mengen in Hortfunden vor, aber auch auf den Großmährischen Burgwällen in Mähren sowie in der West- und Süd-Slovakei (nach Tocik zwischen Gran [Hron] und March [Morava]).
Ganz ähnliche Objekte wurden auch in wikingerzeitlichen Ausgrabungen in Norwegen gefunden, einige sind im Universitätsmuseum in Oslo ausgestellt.
Lit. u.a.: Tocík, Anton: Die wirtschaftlichen Verhältnisse Großmährens, in: Großmähren, ein versunkenes Slavenreich im Lichte neuer Ausgrabungen. Ausstellung … Berlin 1968, S. 78; Pleiner, Radomír: Gewinnung und Bearbeitung des Eisens in Großmähren. Ebda, S. 81