Zum "Rechnen auf der Linie" benötigt man neben den Rechenmünzen oder -steinen ein Brett o. Ä., auf dem die Rechenoperationen durchgeführt werden konnten. Hierfür dienten oftmals nur Linien, die in den Verkaufstisch geritzt wurden, oder auch ein Tuch mit eingestickten oder aufgezeichneten Strichen. Schon aus dem alten Griechenland kennen wir auch Ziegelsteine mit Linien, die zum Rechnen verwendet wurden. Im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg steht ein großer Tisch, dessen ganze Platte mit Rechenlinien versehen ist. Er diente sicher einem Handelshaus als "Computer". Im Gegensatz zu den hübschen und handlichen Rechenpfennigen haben sich natürlich nur wenige dieser sperrigen Objekte erhalten. Wir kennen sie meist nur von alten Stichen oder der Darstellung auf den Rechenmeister-Rechenpfennigen. |
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Ehepaar mit Kind am Rechentisch, darauf typischer Geldbeutel der Zeit. Holzschnitt, um 1550. |
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